Ausstellung - Fundstücke eines Lebens

Plakat 'Ausstellung - Fundstücke eines Lebens'

Fundstücke eines Lebens - Der Komponist Evgenij Gunst

Der Komponist, Dirigent und Pädagoge Eugen Gunst (1877-1950), geboren in Moskau und ausgebildet am Konservatorium seiner Heimatstadt bei Alexander Goldenweiser und Reinhold Glier, engagierte sich im Kreis um Alexander Skrijabin, bevor er infolge der Revolutionswirren nach Paris emigrieren musste und dort das Russische Konservatorium mitaufbaute. Aus dem allgemeinen Bewusstsein ist sein Name ebenso vollständig getilgt worden wie aus den Annalen der Musikhistoriographie. Im Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Basel wurde vor kurzem Eugen Gunsts Nachlass aufgefunden. Gunsts Witwe hatte ihn zu Beginn der 1950er Jahre in Basel in der Hoffnung deponiert, hier einen angemessenen Ort für die Erforschung seines Werkes finden zu können; eine Hoffnung, die über 60 Jahre lang unerfüllt blieb. Die methodologischen und didaktischen Chancen eines solchen Fundes bilden nun jedoch den Anlass für das Musikwissenschaftliche Institut, eine Ausstellung und eine Broschürenpublikation zu Eugen Gunst vorzubereiten. In der Ausstellung soll nicht nur der Versuch unternommen werden, Gunsts Leben zu rekonstruieren und sein Komponieren zu verlebendigen, sondern vor allem auch, die Darstellbarkeit des Erinnerns an ein Leben exemplarisch zu reflektieren.

Studierende des Instituts haben bereits in einer Übung des Herbstsemesters 2010 die Grundlagen zur Erschliessung des Nachlasses gelegt, welche nun im Frühjahrssemester 2011 in die gemeinsame Konzeption der Ausstellung einfliessen werden. Auch an der Broschürenpublikation werden Studierende mit kleineren Beiträgen beteiligt sein.

Bericht in der Basler Zeitung [PDF (232 KB)]
Bericht in der SMG [PDF (190 KB)]

Die Austellung:

Die Vernissage fand am 7. Juni 2011 im Museum Kleines Klingental statt, die Ausstellung war bis zum 7. Juli 2011 öffentlich zu besichtigen. Parallel dazu soll eine Broschüre die Vielfalt der Künstlerexistenz von Gunst dokumentieren und diskutieren. Darüberhinaus wurde die Ausstellung durch Konzerte begleitet, welche die Musik Gunsts in ihren Mittelpunkt stellte. Szenografisch wurde die Ausstellung in Kooperation mit Valerie Hess von der Basler Hochschule für Gestaltung bzw. ihrem «Innenarchitektur und Szenografie»-Büro EMYL veranstaltet.

Ausstellung Galerie