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Interdisziplinäre Tagung und Konzert zu Anton Weberns Streichquartett (1905) und Giovanni Segantinis «Alpentriptychon», Segantini-Museum, St. Moritz, 7. April 2014

Am 13. Juli 1905 schrieb Anton Webern einen «Form Entwurf für ein Streichquartett nach Segantinis Tryptichon [sic]». Aus diesem Konzept entwickelte sich ein in den Folgemonaten fertiggestelltes einsätziges Streichquartett, das bereits Gegenstand sowohl musikwissenschaftlicher als auch kunsthistorischer Untersuchungen gewesen ist. Die meisten der vorhandenen Arbeiten zur Rolle der Gemälde Segantinis für Weberns Schaffens-prozess scheinen stillschweigend davon auszugehen, dass dieser sein anfängliches Konzept in der fertigen Komposition eingelöst, indem er Bildvorstellungen in Musik transferiert habe. Aus philologisch-analytischer Sicht kann diese Annahme jedoch weitaus differenzierter diskutiert werden und eröffnet darin vielfältige Deutungsperspektiven für die kunstwissenschaftliche Forschung. Aus solchen Überlegungen heraus organisiert die Anton Webern Gesamtausgabe eine interdisziplinäre Tagung, auf der Mitglieder des Editionsprojektes ihre bisherigen Arbeiten zum Streichquartett Weberns u. a. mit musikwissenschaftlich ausgewiesenen Webern-ExpertInnen und kunsthistorisch renommierten Segantini-SpezialistInnen diskutieren wollen.

Die Tagung findet in Kooperation mit dem Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel und dem NCCR Eikones im Kuppelsaal des Segantini-Museums, St. Moritz, vor den Originalen des «Alpentriptychons» statt. Im Anschluss an die Tagung erklingt in denselben Räumlichkeiten am Abend ein Konzert mit dem Pellegrini-Quartett u. a. mit dem Streichquartett Weberns in der bisher erarbeiteten Edition der Anton Webern Gesamtausgabe.

Vorträge von Thomas Ahrend, Andrea Gottdang, Felix Meyer, Matthias Schmidt, Beat Stutzer

Flyer [PDF (946 KB)]
Plakat [PDF (243 KB)]

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Segantini-Alpentriptychon