Die Donaueschinger Kammermusiktage 1921-1926

Donaueschingen Plakat

Internationales Symposium, 3. bis 5. Dezember 2009

Die «Donaueschinger Musiktage» stellen seit ihrer Gründung 1921 eines der renommiertesten Festivals für zeitgenössische Musik weltweit dar. Ihr bis heute ausserordentlicher Ruf geht zu einem beträchtlichen Teil auf jene ersten Jahre zurück, als sich das Festival mit aufsehenerregenden Uraufführungen ins Zentrum der kulturinteressierten Öffentlichkeit katapultierte. Die historische Besonderheit des Festivals liegt zum einen in der nüchternen Aufbruchstimmung begründet, die nach der Katastrophe des Ersten Weltkriegs auch in kulturellen Belangen einen Neuanfang einforderte, zum anderen im Wunsch der Veranstalter, alle Richtungen und Strömungen der internationalen zeitgenössischen Musik in ihren Programmen zu berücksichtigen. Bewusst siedelte sich das Donaueschinger Festival, dem Usus der Vorkriegszeit zum Trotz, jenseits der grossen Kulturzentren an. In der badischen Provinz sollte sich eine interessierte Öffentlichkeit einfinden, um im Diskurs von Komponisten, Instrumentalisten, Publikum und Kritik sich ganz auf die zeitgenössische Musik konzentrieren zu können.

Die ersten sechs Jahre dieses Festivals wurden bisher nur in Einzelstudien und einer unpublizierten Dissertation aus den 1960er Jahren untersucht, neben einem derzeit laufenden Forschungsprojekt an der Universität Regensburg. Eine Gesamtuntersuchung, die die vielfältigen kompositorischen, ästhetischen, soziokulturellen und medialen Implikationen des Musikfestivals untersucht, steht noch aus. Das Symposium intendiert einen wichtigen Schritt in diese Richtung.

Flyer [PDF (4.1 MB)]
Programm
 [PDF (5.9 MB)]

Veranstalter
Musikwissenschaftliches Institut der Universität Basel