Internationale Tagung mit Konzerten, 11. bis 13. April 2013

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26. Symposium des Dachverbands der Studierenden der Musikwissenschaft (DVSM) in Kooperation mit dem Seminar für Musikwissenschaft der Universität Basel

Das Geräusch ist das Andere der Musik. Geräusche sind noch keine Musik oder keine Musik mehr, Geräuschkulisse oder Störgeräusch. Das Geräusch als Negation des musikalischen Klangs wird jedoch seit jeher unterlaufen; Musiker integrieren neue Klangquellen und Spieltechniken in ihr Repertoire, Komponisten nehmen Klangtypen fremder Kulturen in ihre Werke auf, Geräusche werden als Musik gehört oder was als Musik galt, wird als Lärm empfunden. Die Grenzen zwischen Musik und Geräusch waren immer schon beweglich, unscharf und umstritten. Die Kunstmusik des zwanzigsten Jahrhunderts aber ist geprägt vom Diskurs um diese Abgrenzung.

Das DVSM-Symposium 2013 in Basel lädt junge Musikwissenschaftler und Musikwissenschaftlerinnen im Master- oder Doktorandenstudium ein, zusammen mit Komponisten, Musikerinnen, Klangkünstlern und anderen Kulturschaffenden über das Andere der Musik zu diskutieren. Mit diesem Vorhaben schreibt sich das Symposium in die Reihe internationaler Kolloquien ein, die seit 26 Jahren vom Musikwissenschaftlichen Dachverband (DVSM) organisiert werden, um eine frei gestaltbare Plattform für die studentische Forschung und den interdisziplinären Austausch zu schaffen. Mit ergänzenden Lesungen, Konzerten, Klanginstallationen und Performances möchte die Basler Tagung aber über das Fachpublikum hinaus auch eine breitere Öffentlichkeit erreichen.

Während drei Tagen umkreist die Tagung vier Themenblöcke, die von jungen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bestritten werden. Zur Debatte stehen «Das musikalische Geräusch», «Geräuschquellen», «Maschinentöne» sowie die «Musique concrète und Geräuschkomposition». Die Vortragsblöcke werden von zahlreichen Darbietungen ergänzt, die im Vortragssaal des Musikwissenschaftlichen Seminars sowie an verschiedenen anderen Orten Basels stattfinden. Die Schauspielerin Clara Pazzini ist bei einer szenischen Lesung zwischen Lautpoesie und Sprechgeräusch zu erleben. Das Vokalensemble «Zarin Moll» spielt bei einem Mittagskonzert. Gilles Aubry und Michel Chion sind je mit einem Vortrag und einer Performance zugegen. Und im Haus der elektronischen Künste finden zwei Konzertabende mit verschiedenen jungen Noise-Bands und Ensembles statt. Ein besonderer Event ist die Uraufführung einer Komposition für Perkussionsensemble unter der Johanniterbrücke.

Organisation und Konzept:
Christoph Haffter, Camille Hongler, Silvan Moosmüller

Programm [PDF (61 KB)]
Website der Tagung
DVSM

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