PD Dr. Martin Kirnbauer

Privatdozent
martin.kirnbauer-at-unibas.ch

Martin Kirnbauer (geboren 1963 in Köln) war nach einer Ausbildung zum Holzblasinstrumentenmacher und Musikstudien am Meistersinger-Konservatorium Nürnberg Restaurator für Historische Musikinstrumente im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg; 1986-87 Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft zum Erstellen eines beschreibenden Kataloges der Flöten- und Rohrblattinstrumente bis 1750 im Germanischen Nationalmuseum (Wilhelmshaven 1993). Ab 1988 studierte er Musikwissenschaft, Germanistik und Mittelalterliche Geschichte an den Universitäten Erlangen und Basel (Lizentiat 1993), Promotion 1998 mit einer Arbeit zu Hartmann Schedel und sein „Liederbuch“. Studien zu einer spätmittelalterlichen Musikhandschrift (Bayerische Staatsbibliothek München, Cgm 810) und ihrem Kontext (Bern 2001). Zwischen 1994 und 2004 war er wissenschaftlicher Assistent am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Basel, betraut u.a. mit der Leitung des umfangreichen Mikrofilm-Archives; 2002 bis 2004 freigestellt mit einem Stipendium der Universität Basel für eine größere Studie. 2007  Habilitation für Musikwissenschaft mit einer Studie Vieltönige Musik – Spielarten chromatischer und enharmonischer Musik in Rom in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts (Basel 2013).

Seit Mai 2004 Leiter des Museums für Musik in Basel und Kurator für die Sammlung Alter Musikinstrumente des Historischen Museums Basel. Daneben Privatdozent für Musikwissenschaft an der Universität Basel, 2007 bis 2010 mit der Lehrstuhlvertretung beauftragt; 2004 bis 2012 Dozent am Nachdiplom-Studiengang „Papier-Kurator/in“ am Advanced Studies Centre der Universität Basel; seit 2010 regelmässig Lehraufträge für Organologie an der Musikhochschule Luzern. Mitarbeiter an Forschungsprojekten der Schola Cantorum Basiliensis – Hochschule für Alte Musik (2011-2013 beim vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation geförderten Projekt „Transformationen instrumentaler Klanglichkeit: Die Entwicklung der Streichinstrumente im Übergang vom Spätmittelalter zur frühen Neuzeit am Beispiel der frühen Viola da gamba “; derzeit beim SNF-Projekt „Groß Geigen, Vyolen, Rybeben – Nordalpine Streichinstrumente um 1500 und ihre Praxis“).

Weitere Forschungsschwerpunkte und Publikationen umfassen Musik des Spätmittelalters, der Renaissance und des Frühbarocks, Organologie, Musikalische Ikonographie sowie Aufführungspraxis.

Schriftenverzeichnis [PDF (148 KB)]

Aktuelle Publikationen

Kirnbauer, Martin: "e potrà facilmente sonare quelle del Chromatico" - Das Gambenensemble in Italien und 'vieltönige' Musik, in: Philipsen, Christian; Lustig, Monika; Omonsky, Ute (Hg.): Repertoire, Instrumente und Bauweise der Viole da gamba. XXXVIII. Wissenschaftliche Arbeitstagung und 31. Musikinstrumentenbau-Symposium Michaelstein, 19. bis 21. November 2010, Augsburg 2016 (= 80).
Kirnbauer, Martin: Viele Tasten - viele Töne. Das Cimbalo cromatico und musikalische Praxis, in: Kunkel, Michael (Hg.): les espace sonore. Stimmungen, Klanganalysen, spekrale Musiken, Büdingen 2016, S. 43-57.

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